In der Anlagenplanung wiederholen sich bestimmte Konzepte und Anordnungen in Fließbildern. Bei der Anordnung von Kreiselpumpen haben sich bewährte Vorgehensweisen etabliert, welche sich auch im R&I widerspiegeln:

Die Komponenten flussauf sowie flussabwärts der Kreiselpumpe sind hierbei bei fast jeder Einbausituation notwendig für einen ordnungsgemäßen, sicheren und wartungsfreundlichen Betrieb der Kreiselpumpe. Dies beinhaltet typischerweise:
- Absperrarmaturen (HV400301 und HV43003): Manuelle Absperrarmaturen zur Wartung der Pumpe. Die Absperrarmaturen schließen typischerweise alle weiteren Komponenten mit ein, damit diese mit gewartet werden können. Der Typ der Armatur kann je nach Nennweite und Medium variieren, wobei Kugelhähne, Klappen und Schieber gängig sind.
- Schmutzfänger (F4003): Der Schmutzfänger (strainer), auch Sieb genannt, schützt die nachfolgende Pumpe vor mechanischer Beschädigung oder Verstopfung. Die Maschenweite ist hierbei typischerweise grob (zwischen 0,5 und 2 mm), um den resultierenden Druckverlust möglichst gering zu halten.
- Entleerungsarmatur (HV400302): Mithilfe einer Entleerungsarmatur kann die Rohrleitung während der Wartung entleert werden. Im normalen Betrieb ist die Armatur geschlossen (NC = normally closed).
- Reduzierstücke: Die Rohrleitung auf der Saugseite einer Pumpe wird meist in einer größeren Nennweite gewählt, um die Druckverluste zu verringern und somit die vorhandene Haltedruckhöhe (NPSHa = net pressure suction head available) möglichst groß zu halten. Siehe Nennweitenauslegung. Dementsprechend muss ein Reduzierstück vor der Pumpe eingebaut werden. Je nach Rohrleitungsverlauf ist es sinnvoll, ein exzentrisches Reduzierstück mit flacher Oberseite zu wählen, um die Ausbildung von Luftpolstern zu vermeiden. Wenn die Nennweite der Pumpenanschlüsse dieselbe Nennweite wie die Rohrleitung besitzen, sind keine Reduzierstücke notwendig.
- Druckmessung (P400301): Mit einer Druckmessung lässt sich die Funktion der Pumpe überwachen und die Messgröße kann als Regelgröße bei einer drehzahlgeregelten Pumpe verwendet werden.
- Rückschlagarmatur (RK4000301): Um einen Rückfluss von Medium bei Stillstand der Pumpe zu verhindern, wird eine Rückschlagklappe oder ein Rückschlagventil auf der Druckseite der Pumpe installiert.
Darüber hinaus sind je nach Anwendungsfall folgende Komponenten häufig zu finden:
- Sicherheitsarmatur: Übersteigt die Nullförderhöhe der Pumpe den Auslegungsdruck der Rohrleitung, ist eine Sicherheitsarmatur oder eine andere Sicherheitseinrichtung notwendig.
- Drosselarmatur: Eine Drosselarmatur (entweder manuell oder automatisiert) auf der Druckseite der Pumpe kann zur Erhöhung des Gegendrucks bei der Inbetriebnahme der Pumpe oder während dem Betrieb zur Verschiebung des Arbeitspunktes (Drosselregelung) genutzt werden.
- Entlüftungsarmaturen: Viele Kreiselpumpen besitzen eingebaute Entlüftungsanschlüsse, welche bei der Inbetriebnahme genutzt werden können. Je nach Rohrleitungsverlauf können weitere Entlüftungsanschlüsse/-armaturen notwendig sein.
- Messtechnik: Die Anordnung kann um weitere Messsensoren ergänzt werden. Häufig zählt hierzu:
- Druckmessung auf der Saugseite der Pumpe zur Überwachung der vorhandenen Haltedruckhöhe.
- Druckdifferenzmessung über den Schmutzfänger zur Detektion einer Verstopfung.
- Durchflussmessung auf der Druckseite der Pumpe.
- Messtechnik zur Überwachung der Pumpe, wie beispielsweise Lagertemperatur und Vibration.
